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Geschichte des ASB Chemnitz
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Die
Geschichte des ASB ist eng mit der Stadt Chemnitz
verbunden. Noch im April 1909 wurde die Ortsgruppe
Chemnitz formiert, die in der Folge etwa 250 Mitglieder
zählte und von dem Horizontalbohrer Theodor Kretzschmar
geleitet wurde. Als man den Bundessitz 1923 von Berlin
nach Chemnitz verlegte, wurde das "sächsische
Manchester" zum Zentrum der Organisation. Der ASB besaß
damals nichts, nicht einmal eine eigene Büroeinrichtung.
Zwei Kellerräume dienten als Büro, Versandraum und
Packerei. |
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Das Bundeshaus um 1923. |
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Durch den rührigen Chemnitzer Bundesvorstand wuchs der
ASB innerhalb von zwei Jahren von 27.000 auf 42.000
Mitglieder an. Im Rahmen der Gesundheitsaufklärung wurde
ein Versandhaus für Hygieneartikel eröffnet, dessen
Warenumsatz sich innerhalb von drei Jahren von 123.000
Mark auf 340.000 Mark erhöhte. Angesichts dieser
Tatsache wurde 1927 bei der 8. Bundestagung des ASB in
Weimar beschlossen, ein ASB-Bundeshaus zu erbauen. |
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Die Bundeshausweihe um 1923. |
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Am 8. November erfolgte
der erste Spatenstich des auf Zweckmäßigkeit ausgelegten
Baus in der damaligen Alexanderstraße, seit 1951
Ludwig-Kirsch-Str. 23. Im Erdgeschoss waren ein Zimmer
für die Verwaltung, ein Ladengeschäft und ein
Ausstellungsraum enthalten. Sitzungszimmer, Lehrsäle und
weitere Büros fanden im ersten Geschoss ihren Platz. In
den weiteren Geschossen richtete man Wohnungen und
Zimmer für Kursteilnehmer ein.
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Die
Legitimationskarte
des ASB von 1923-1932. |
1933 besetzte ein SA-Sanitätstrupp das ASB-Bundeshaus
und beschlagnahmte das gesamte Arbeitereigentum.
Zunächst noch gleichgeschaltet erfolgte per 1. August
1933 das endgültige Verbot des ASB. Nach 1945 wurde im
deutschen Osten eine Wiedergründung durch die
sowjetische Besatzungsmacht nicht zugelassen. Im Westen
Deutschlands begannen einige Kolonnen sofort wieder mit
der Arbeit, die Anfang der 50er Jahre zur Neugründung
des Bundesvorstandes führte. |
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