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Neugründung am 23.04.1990
durch 23 Chemnitzer Bürgerinnen
und Bürger! |
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Anfang des Jahres 1990 war der ASB nicht nur in
Chemnitz, das noch Karl-Marx-Stadt hieß, sondern überall
auf dem Territorium der ehemaligen DDR fast gänzlich
unbekannt. Nicht so dem damals bereits 80jährigen
Chemnitzer Hellmut Kriegel. Als 17jähriger schloss er
Bekanntschaft mit der Wohlfahrtsorganisation als er 1927
als Packer in der Versandabteilung des ASB eingestellt
wurde. Mit dem Verbot des ASB 1933 verlor Hellmut Kriegel
dann wie viele andere seinen Arbeitsplatz, die enge
Bindung aber blieb. |
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Hellmut Kriegel
Ehrenvorsitzender,
verstorben am 14.07.2005 |
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Klaus
Schaarschmidt
Vorsitzender
(bis 13.05.2002) - verstorben am
16.02.2009
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Udo Dietrich
Geschäftsführer
(bis 29.01.2004) - verstorben am
22.04.2010 |
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Erst 1975, als es Hellmut Kriegel im Rentenalter möglich
wurde, seinen Pflegebruder im Westen zu besuchen, bekam
er wieder Kontakt zum Arbeiter Samariter Bund. "Mein
Bruder arbeitete damals als ABM-Kraft in der
Fahrbereitschaft des ASB Düsseldorf." erinnert er sich.
"Während meines Besuches nahm er mich mit an seine
Arbeitsstelle und stellte mich als Altsamariter vor". So
ergab sich dann auch seit 1976 der regelmäßige Kontakt
zur Bundesgeschäftstelle in Köln und dem
Bundesgeschäftsführer Herrn Müller. |
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Ende 1989 , als sich in der DDR
viele Parteien und Vereine zu etablieren versuchten,
schrieb Hellmut Kriegel an den Bundesgeschäftsführer von
seinem Wunsch, in Chemnitz den ASB wieder ins Leben zu
rufen. Dieser sicherte ihm seine Unterstützung zu und er
ging mit dem Elan eines jungen Mannes daran, sich seinen
Wunsch zu erfüllen - die größte Lokalzeitung Freie
Presse veröffentlichte kostenlos eine entsprechende
Information über das Vorhaben sowie seine Anschrift -
das Echo darauf war überraschend und schon am 23 April
1990 war es dann soweit - der Arbeiter-Samariter-Bund
Ortsverband Chemnitz und Umgebung e.V. wurde in den
Räumen der ehemaligen Schnellen Medizinischen Hilfe auf
der Rembrandtstraße von 28 Chemnitzer Bürgerinnen und
Bürgern ins Leben gerufen. Anwesend waren auch Vertreter
des Ortsverbandes Düsseldorf, der von Beginn an als
Patenverband fungierte, und der Bundesgeschäftsführer
Wilhelm Müller, der es sich nicht nehmen ließ, bei der
Neugründung des ASB OV Chemnitz und Umgebung e.V. dabei
zu sein.
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Der "Arbeiter-Samariter-Bund OV
Chemnitz und Umgebung e.V." mit dem Sitz in Chemnitz
wurde am 05.06.1990 unter der laufenden Nummer 33 des
Vereinigungsregisters des Kreisgerichtes Karl-Marx-Stadt
Mitte-Nord registriert. Ab diesem Zeitpunkt war der ASB
rechtsfähig, besaß aber keinerlei materielle Werte und
erst recht keine Erfahrungen in der ASB-Arbeit. Bald war
klar, dass ohne Geschäftsstelle und hauptamtliche
Geschäftsführung der Aufbau einzelner ASB-typischer
Leistungsabteilungen nicht möglich ist. Dankbar nahm der
Vorstand daher das Raumangebot des zu diesem Zeitpunkt
noch unter Trägerschaft der Stadt stehenden Alten- und
Pflegeheimes Herderstraße 6 an.
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Mit Hilfe der Bundesgeschäftsstelle und des
Ortsverbandes Düsseldorf sowie durch gewährte
Fördermittel stand die notwendige Bürotechnik zur
Verfügung. Ab 1. Juli 1990 konnte Udo Dietrich als
hauptamtlicher Geschäftsführer bestellt werden, da der
Bundesverband in Köln die Anschubfinanzierung mit
zweimal 10 TDM übernahm. Die erste hauptamtliche
Mitarbeiterin finanzierte das Arbeitsamt über ABM. |
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Dem Samariter Hellmut Kriegel wurde das
Bundesverdienstkreuz 1.Klasse im März 1998 vom
Bundespräsidenten Roman Herzog verliehen, dem Samariter
Klaus Schaarschmidt und dem Samariter Udo Dietrich
wurden das Samariter Ehrenkreuz in Silber und in Gold
verliehen. |
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