ASB Ortsverband Chemnitz und Umgebung e.V.

Einstzbereiche

Flächensuche

Flächensuche

Unser Rettungshundezug bildet seine Teams in der Flächensuche aus. Dabei lernen die Hunde menschlichen Geruch über große Distanzen im Wald und im freiem Gelände wahrzunehmen, Personen zu finden und ihrem Hundeführer anzuzeigen. Unsere Hunde benötigen dazu keinen Geruchsgegenstand und keinen Abgangsort der vermissten Person, sondern sie suchen allgemein nach menschlichem Geruch. Die Flächenhunde suchen vorher festgelegte Gebiete vollflächig ab.

Die Teams müssen oft unwegsames Gelände oder große Waldflächen durchstöbern, um nach den vermissten Personen zu suchen. Falls eine Person gefunden wird, wird diese vom Team medizinisch erstversorgt und weitere Hilfe in die Wege geleitet. Unsere Hunde müssen dabei den Fund von Personen anzeigen, die z.B. sitzen, kauern, liegen oder laufen. Bei der Flächensuche kann der Hund seinem Hundeführer den Fund in drei Arten anzeigen

Beim Verbellen bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Hundeführer bei ihm ist.

Beim Bringeseln nimmt der Hund an der gefundenen an der Person ein so genanntes Bringsel auf und trägt dieses zu seinem Hundeführer zurück. Dieser erkennt daran, dass sein Hund eine Person gefunden hat. Anschließend führt der Hund seinen Hundeführer zu der gefundenen Person.

Beim Freiweisen hat der Hund kein Bringsel. Der Hund signalisiert seinem Hundeführer durch Vorsitzen, Anspringen o.ä. das er gefunden hat und führt ihn zur gefundenen Person zurück.

Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach Kindern oder verwirrten älteren Personen, die sich verlaufen haben und nicht allein zurückfinden. Rettungshunde werden nur für die Suche nach lebenden Personen ausgebildet.

 

Trümmersuche

Trümmersuche

Die Suche in Trümmern von eingestürzten Gebäuden zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Der Trümmerhund, auch Katastrophenhund genannt, benötigt ebenfalls keine Geruchsproben der vermissten Person. Er muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern und Opfer auffinden, die unter meterdicken Trümmerschichten begraben sein könnten. Der Hund zeigt seinen Fund ausschließlich durch Verbellen an. Um Fehler zu vermeiden, wird die Suche, wenn möglich, mit einem zweiten Hund wiederholt. Einsätze in ausländlichen Katastrophengebieten erfordern eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit von Hunden und Einsatzkräften und ist mit sehr hohem finanziellen Aufwand verbunden. Typische Einsätze finden Beispielsweise nach Gasexplosionen, Erdrutschen oder nach Erdbeben statt.

Die Rettungshundestaffel Chemnitz bildet zurzeit keine Trümmersuchhunde aus.

Mantrailing

Mantrailing

Das Mantrailing ist ein Spezialgebiet des Rettungshundewesens. Im Gegensatz zum Fährtensuchhund, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand. Dem Mantrailer wird an dieser sogenannten Abgangsstelle ein persönlicher Gegenstand der der vermissten Person gehört, angeboten z.B. getragene Wäsche. Der Mantrailer nimmt den Geruch am Gegenstand auf und Verfolgt die Spur, egal ob in der Großstadt oder auf dem Land. Mantrailing wird zurzeit in Deutschland zunehmend populär, jedoch gibt es in Deutschland erst wenig einsatzfähige Teams.